F-R-E-I-H-E-I-T. Energie aus Entscheidung. Wer wählt Mut? Rezension zu ‚NEIN‘

Gepostet am 29. September 2016 in Blog, Ideen, Meine Meinung

F-R-E-I-H-E-I-T. Energie aus Entscheidung. Wer wählt Mut? Rezension zu ‚NEIN‘

Montag kam NEIN. Das neue Buch von Anja Förster und Peter Kreuz. Der nächste Bestseller der Business-Vordenker.

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Macht

F-R-E-I-H-E-I-T ist DAS zentrale Thema in N-E-I-N. Und Macht. Die F-R-E-I-H-E-I-T zu machen. „Dem Nein entspringt die Macht über das eigene Leben, die Chancen zur Gestaltungsfreiheit.“ (Seite 127)  BÄHM. Das ist für mich der Kernsatz. Macht, selbst zu gestalten. F-R-E-I-H-E-I-T, wählen zu können – ein Geschenk. DANKE!

F-R-E-I-H-E-I-T liefert Energie gewonnen aus Wollen, Entschiedenheit und Wahl. Entschiedenheit und F-R-E-I-H-E-I-T gehen Hand in Hand. Eine Entscheidung legt fest – und sie befreit zugleich. Frei zu sein, sich voll reinzuhängen und fokussiert etwas zu versuchen. F-R-E-I-H-E-I-T bedeutet ’neue‘ Arbeit. Gewollt. Selbst gewählt.

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Explosion

F-R-E-I-H-E-I-T trifft uns allerdings gesellschaftlich und systemisch völlig unvorbereitet. Alles scheint möglich zu sein, doch die Explosion an Wahlmöglichkeiten überfordert Menschen, „wenn die tausend Optionen zentnerschwer auf meinen Schultern lasten.“ (Seite 35) Wer nicht gelernt hat, entschieden NEIN zu sagen, kann mit Vielfalt nicht umgehen. Orientierung und Entschiedenheit sind zukünftig Schlüsselkompetenzen. Doch wo lernen wir sie?

F-R-E-I-H-E-I-T bedeutet auch, dass man nach einer Wahl zum eigenen Entschluss steht. Ohne Hintertürchen. „Entschiedenheit bedeutet, sich ganz einer Sache zu verschreiben und kein Hintertürchen offenzuhalten. Eine solche Haltung […] macht ungeheuer kreativ und produktiv.“ (Seite 77).

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Spuren

F-R-E-I-H-E-I-T eröffnet die Möglichkeit, produktiver zu werden und Neues zu versuchen. Keine Wahl ist optimal. Ideen sind nie perfekt. „Wir müssen uns von der alten Vorstellung verabschieden, dass wir optimal entscheiden könnten.“ (Seite 72) Entschiedenheit bringt Entwicklung. Wahl für Wahl. Schritt für Schritt. F-R-E-I-H-E-I-T entsteht beim Nutzen. „Freiheit hat man nicht einfach, sondern sie entsteht dadurch, dass man sie nutzt und etwas draus macht.“ (Seite 232) Neues entscheht durch Wählen. Versuchen. Erleben. Und mutig leben, denn nur Tote bleiben liegen.

F-R-E-I-H-E-I-T ist für mich DER Rote Faden durch alle Bücher von Anja Förster und Peter Kreuz. Mit einer bewusst entschiedenen Wahl machen wir alles, außer gewöhnlich. NEIN-Freiheit führt zu Macht, was ihr liebt. Freiheit aus Entschiedenheit hinterlässt Spuren statt Staub.

Not-to-do-Listen

Im Februar 2011 hörte ich Peter Kreuz im Kulturhaus Dussmann zum ersten Mal sagen: „Was wir entscheiden nicht zu tun, ist mindestens so wichtig wie das, was wir entscheiden zu tun.“ Not-to-do-Listen führen Förster und Kreuz seit fünf Jahren (Seite 132). „Wir haben einen Haufen Freiheit, aber keine Ahnung, was wir damit machen sollen.“ (Seite 35)

Wie wäre es mit mutigen Entscheidungen? 2012 spricht der amerikanische Investor Ben Horowitz auf dem Google Ventures Founder & CEO Summit über seine Gründe, in Startups zu investieren. Ben Horowitz legt großen Wert auf den Mut der Gründer, unbequeme Entscheidungen zu treffen. Christian Georgi überzeugte Horowitz mit seiner Flucht 1989 durch die Donau, um der Diktatur in Rumänien zu entkommen und in F-R-E-I-H-E-I-T zu leben. Er traf eine Entscheidung und handelte unbequem. Das hatte er in einer lebensgefährlichen Situation bewiesen.

Mutwert

Ist Mut mit einem Test theoretisch zu prognostizieren? Eine von über 1.000 Fragen in meinem Buch „Rock Your Idea“. Lässt sich der Mut-Quotient eines Menschen errechnen? Kann der Mut eines Menschen vielleicht sogar im Vorfeld gemessen werden, bevor er gebraucht wird? Sieht ein Arzt den Mut im Blutbild? Könnte ich vor der Mutprobe den Schnelltest machen? Wenn der Mutwert messbar wäre, könnten die Folgen aus Mut professionell versichert werden. Geniale Geschäftsidee! Menschen könnten Dinge tun, für die der Mut-Test den passenden Mutwert nachweist! Sollte es schief gehen, zahlt die Versicherung den Schaden. Werden den Bewerbungen demnächst Mut-Zertifikate beigelegt? Ist der Mutwert massenkompatibel? Oder nur etwas für Außenseiter und Spinner? Wer ist der mutigste Mensch, den Sie kennen? Was zeichnet diese Person aus? Warum sind Sie nicht selbst so mutig? Ist Mut trainierbar? Planbar? Bisher springt keine Mutwert-Versicherung ein, wenn Schaden aus Mut entsteht. Man zahlt selbst. Die Belohnung des Mutes ist nicht in erster Linie, dass es besser oder schlechter wird. Besser oder schlechter ist relativ und unterliegt immer der eigenen Interpretation. Arm in F-R-E-I-H-E-I-T oder reich in Gefangenschaft. Was ist besser? Es geht immer um Ihren Kopf, Ihr Denken, Ihre Wünsche und Ihre Motivation.

Schatz

Je weiter Sie sich außerhalb der Norm bewegen, umso größer der Mut, den Sie brauchen. Was Sie machen, kann dabei völlig normal sein. Hätten Sie den ersten Stuhl der Menschheit gebaut, wären Sie belächelt und verhöhnt worden: „Wozu ein Stuhl, wenn man auf dem Boden sitzen kann?“ Mutige Menschen werden oft jahrelang belächelt oder sogar bekämpft. Auf Lob und Anerkennung sollte man als mutiger Mensch nicht bauen. Mut wird belohnt durch den Mut an sich. War man mutig und es lief gut, dann wird man sich erneut trauen, mutig zu sein. Traut man sich häufiger, etwas zu tun, das neu und anders ist, wächst der Schatz an Erfahrungen, und man wird mutiger. Mut wächst und lässt sich trainieren. Die Ideenfitness wächst mit dem Mut. Mut füllt die Lücke, wenn Erfahrung noch fehlt. Mut ist die Brücke vom Alten ins Neue. Wir brauchen Mut, um Neues zu tun. Wir kennen den Aufwand und den Ausgang nicht, da uns die Erfahrung fehlt. Wird es gut? Lohnt es sich? Wird es schlecht und endet im Fiasko? Keiner weiß es vorher. Ideen-Macher sind mutig. Ideen schaffen das Bestehende ab. Ideen sind subversiv und clever. Mut denkt weiter. Mut ist Willenskraft. Gibt es Neues, ohne das Bekannte zu verlassen? Nein. Das Neue ist immer das Unbekannte. Und Risiko ist Risiko und bleibt Risiko. Ohne Abkürzung. Ohne Hintertürchen.

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160.999

Auslöser für mein Engagement, aus dem Ideenfitness, „Mythos Fachkräftemangel“ und „Rock Your Idea“ erwuchs, war eine außergewöhnliche Familie, die Mitte der 80er Jahre ihr Privathaus für junge, fragende Menschen öffnete. Ihr Wohnzimmer wurde Jahre lang ein zweites Zuhause für Tausende Jugendliche. Sie schenkten uns das Wertvollste: Zeit, Zuwendung und Aufmerksamkeit. Dieses Ehepaar sprengte die Grenzen der Hausmauern. In Berlin stehen 161.000 Einfamilienhäuser. Alle Nachbarn hatten dieselbe Möglichkeit, ihr Haus zu öffnen. Was hielt 160.999 Berliner davon ab, in ihr Wohnzimmer einzuladen? Wer mehr besitzt – Talent, Kontakte, ein Haus und anderen Werte – hat die Möglichkeit, mehr Nutzen zu stiften. Und genau das bedarf innere F-R-E-I-H-E-I-T, zu teilen.

F-R-E-I-H-E-I-T

Ein Jahrzeht erlebte ich diese innere F-R-E-I-H-E-I-T, ihren Besitz und ihre Zeit in rauen Mengen zu verschenken. Es ist außergewöhnlich, wenn Menschen frei sind, mehr zu geben als vorgeschrieben ist. Der Botswana Innovation Hub tweeetet: „Auf der extra Meile gibt es keinen Verkehrsstau.” Im Römischen Reich konnten Soldaten per Gesetz jeden Menschen auffordern, ihr Gepäck eine Meile für sie zu tragen. Die biblische Aufforderung, statt einer Meile zwei Meilen zu gehen, fordert dazu auf, mehr zu geben als gesetzlich vorgeschrieben ist. Die Soldaten waren überrascht. Es war ein Zeichen von F-R-E-I-H-E-I-T in einem besetzten Land. Auch heute gibt es viele Möglichkeiten, zwei Meilen zu gehen und mehr zu geben. Mehr Willkommenskultur. Mehr Achtsamkeit. Mehr Vielfalt. Mehr Risiko. Mehr Überraschung. Mehr Austausch. Mehr Beziehung. Mehr Demut und Dankbarkeit. Mehr Fragen statt Besserwisserei und mehr Erneuerer statt Experten.

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Ideen sind im Dunkeln. Jenseits der Grenzen. Wo bisher niemand war #AllesGehtAnders #RockYourIdea

Gepostet am 21. September 2016 in Blog, Hintergrundgeschichten, Ideen

Ideen sind im Dunkeln. Jenseits der Grenzen. Wo bisher niemand war #AllesGehtAnders #RockYourIdea

Ideen sind bunt

und unbekannt.

Im  D u n k e l n.

Frisch entdeckt

ist neu gemixt.

Anders. Fremd.

Immer jenseits.

Auf der anderen

Seite der Grenze.

Um Grenzen zu

brechen, muss

ich erst mal an

Grenzen stoßen!

Kreativ = Grenzen

brechen M U T I G

Neues entdecken

Neue Wege gehen,

wo noch niemand

zuvor gewesen ist.

Grenze

Grenzen sind frustrierende Orte. Da geht es nicht weiter.

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Vorstellungskraft gesprengt. Wie im Kalten Krieg aus ‚Kommst du uns besuchen?‘ Ost-West-Partys wurden

Gepostet am 15. September 2016 in Blog, Hintergrundgeschichten, Ideen, Meine Meinung

Vorstellungskraft gesprengt. Wie im Kalten Krieg aus ‚Kommst du uns besuchen?‘ Ost-West-Partys wurden

Lassen Sie sich nie wieder Zeit und Mut stehlen von Menschen, die ‚geht nicht‘ sagen. Das sind zwei unsinnige Worte!

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ALLES, was Sie alltäglich nutzen, war mal eine Idee. Warum sollte Ihre Idee nicht machbar sein?

GROSSE Karriere im 5. Anlauf

Die einzige relevante Frage: Wollen Sie Ihre Idee umsetzen? Was investieren Sie an Lebenszeit, Kontakten, Mut und DurchhalteVermögen? Machen Sie auch noch den fünften Versuch wie Herbert Grönemeyer? Seine GROSSE Karriere startete mit vier erfolglosen Alben, und zwar soooo mega-erfolglos, dass die Intercord Ton GmbH den Vertrag kündigte. Doch Grönemeyer blieb dran. Hand aufs Herz: Hätte Ihre Energie und Ihr DurchhalteVermögen dafür gereicht? Mit dem 5. Album ‚Bochum‘ kam der Erfolg – scheinbar über Nacht. Grönemeyers 6. Album ‚Ö‘ stand 14 Wochen auf Platz 1 der Album-Charts und hielt 22 Jahre lang den Rekord als erfolgreichstes deutsches Album. Grönemeyer ging jahrelang ins Risiko und gab nicht auf. Vor jedem Erfolg steht nicht nur der Mut zu scheitern, sondern tatsächlich das Scheitern. Sind Sie bereit zu fünf Anläufen? Wie mutig gehen Sie in die Dunkelheit des Unbekannten? Drei, vier oder fünf Anläufe? Wie viel Dunkelheit ertragen Sie?

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Kieselstein oder Diamant

Noch mal: ‚Geht nicht‘ ist sinnentleerter Schwachsinn. Menschen, die ‚geht nicht‘ sagen, verwenden selbstverständlich alles, was zuvor eine Idee war, also alles, was uns umgibt: Bücher, Textmarker, Stühle, Kaffeemaschinen, Smartphones, Autos. Alles Ex-Ideen, für die andere gegen ‚geht nicht‘ gekämpft haben. Verschwenden Sie keine Energie mit Energie-Dieben, die an Ihren Ideen zweifeln.

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Expertise vs. NeuGier. Analyse + Offenheit. Der Mix macht’s

Gepostet am 14. September 2016 in 44Fragen, Blog, Meine Meinung

Expertise vs. NeuGier. Analyse + Offenheit. Der Mix macht’s
  • Neu = nicht wissen, fragen, absurd, unsicher.
  • Experte = wissen, sagen, standfest, sicher.

Ja, ich weiß, das ist bewusst schwarz-weiß überzeichnet. Expertise ist Wissen von gestern und Kompetenz bringt Stillstand, das behaupte ich in meinem letzten Artikel über Experten. Es gab viel Zustimmung und auch Widerspruch. Zum Glück 🙂

Irrweg Abschluss

Hand aufs Herz: Lassen Sie sich gerne kritisieren? Wie viel Wissen hinterfragen wir? Schaffen wir Platz für Neues? Die ZEIT titelte am 05.09.2016: „Ausgelernt gibt es nicht. Betriebliches Lernen muss sich verändern. Teams sollten permanent Neues dazulernen.“ Julia Dellnitz fordert: „Lernendes Arbeiten braucht ein gutes Umfeld. Eine Atmosphäre, in der Neugierde, Experimentierfreude und auch gute Laune ausdrücklich willkommen sind.“ Noch mal Hand aufs Herz: Praktizieren Sie in Ihrer Firma bereits lernendes Arbeiten? Widerspricht das nicht unserer Qualifikation? Wir haben bereits einen Abschluss! Oder ist ‚Abschluss‘ etwa ein begrifflicher Fehler und Irrweg?

Sehnsucht nach Ordnung

Statt permanent Neues zu lernen, tendieren wir Menschen alle dazu, uns gemütlich einzurichten und feste Standpunkte zu beziehen. Kein Wert steigt stärker im Laufe des Lebens als der Wunsch nach Ordnung und Tradition. Je älter, desto wichtiger wird Ordnung, stellt Tatjana Schnell in „Psychologie der Lebenssinne“ fest. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, sagt der Volksmund. Wer wollte auch ständig Sand im Getriebe und permanent alles hinterfragen? Niemand.

inkompetent kreativ

Herbert Ernst Lechner schrieb gestern in seinem Kommentar: „Ihr Trugschluss: Experten sitzen in den Entscheidungsgremien ergo sind die Experten die Innovationsverhinderer. Zweiter Trugschluss: Man muss inkompetent sein, um kreativ zu sein. Im Gegenteil: Konstruktive Kreativität setzt Kompetenz voraus. Fachlich mäßig kompetente Entscheider blockieren gerade die Ideen der Experten.“ Danke, da ist viel dran, doch es ist auch schwarz-weiß :-).

Viele bahnbrechende Ideen kommen von Experten, andere von Außenseitern. Der 15jährige „Jack Andraka hat eine neue Methode zur Krebsfrüherkennung erfunden: 26.000 Mal günstiger, 90 Prozent zuverlässiger und 168 Mal schneller als jedes andere Verfahren. Rund 200 Absagen bekam er“ von Experten. Erst der 201. Professor ließ den Jungen seine Idee im Labor testen. 200 Experten hatten sich getäuscht.

Wissen + Fragen

Experten

wissen

viel von

gestern.

Fragen

öffnen

Zukunft.

Wissen

P L U S

Fragen

schafft

Neues.

Ja, wir brauchen Experten, die viel wissen UND dabei offen bleiben für Fragen und Infragestellung. Wir brauchen Experten, die Abstand haben zu ihrer Expertise und sich selbst nicht zu wichtig nehmen – so wie der 201. Professor, der einem 15jährigen Laien Vertrauen schenkt. Es gibt offene Experten und arrogante Experten – so wie es auch geizige Reiche und großzügige Reiche gibt. Offene Experten wären optimal gerüstet für Innovation: Wissen + Neugier + den Willen zu wachsen.

Als Spinner verrufen

Trotzdem bleibt ein innerer Zusammenhang zwischen Expertise und Stillstand. Niemand kann ernsthaft behaupten, dass es sinnvoll ist, dass 253 Firmen zusammen 513.299 Absagen an Bewerber verschicken, um 7.701 Stellen zu besetzen. Das ist ökonomischer und menschlicher Wahnsinn. Aber das stellen nicht die gelernten Arbeitsmarkt-Experten mit BWL-Abschluss infrage, sondern ich. Die Gefahr, auf Standpunkten stehen zu bleiben, ist existent. Das hemmt Entwicklung und Wachstum. Warum habe ich als Außenseiter die Debatte zum „Mythos Fachkräftemangel“ angeheizt? Die Experten konnten oder wollten es nicht.

Die Erde – eine Scheibe. Nur wenige Experten trauten sich zu spinnen und scheinbar absurde Fragen zur Form der Erste zu stellen. Wer will schon als ‚Spinner‘ verrufen sein? Sie nicht. Ich nicht. Albert Einstein wurde von Physikern mitgeteilt, dass seine Forschung „more artistic than actual Physics“ sei, eher musisch-künstlerisch als physikalisch. Physiker stehen im Weg von Einsteins Erkenntnis. Mediziner stehen im Weg zu einer besseren Krebs-Früherkennung.

Zwei Pole

Expertise ist eine Versuchung, alles besser zu wissen. Dabei kann Expertise selbstverständlich die Grundlage zu permanenter Weiterentwicklung sein. Fundiertes Wissen + absurde Fragen – beides braucht man für tiefgreifende Ideen und Entwicklung. Spinnende Experten. A & O. Analyse & Offenheit. Himmelhochjauchzende Verrücktheit und glasklare Expertise. Nur zusammen geht`s weiter. Ich stimme Herbert Ernst Lechner zu: „Konstruktive Kreativität setzt Kompetenz voraus.“ Kreativität ‚O‘ braucht Kompetenz ‚A‘.

Ein beliebtes Beispiel in der Geschichte der Ideen ist Alexander Flemings Entdeckung des Penicillins. Sie basierte auf einem biochemischen Unfall. Unerwartet waren alle Bakterien abgestorben. Reif für den Müll. Doch Fleming war neugierig und betrachtete das misslungene Experiment unterm Mikroskop. Er fragte sich, warum alle Bakterien tot waren. So kam er scheinbar zufällig auf die hemmende Wirkung des Bakterienwachstums und entdeckte das Antibiotikum.

Achtung! Achtung! 

Hier endet die Erzählung meistens, und es klingt so, als ob jeder aufmerksame Forscher an Flemings Stelle diese Entdeckung auch hätte machen können. Doch dieser Eindruck täuscht gewaltig. Flemings Leistung war nicht nur das Untersuchen des misslungenen Experiments, sondern auch seine jahrelange, gezielte Forschung. Er suchte bereit 20 Jahre nach antibakteriellen Wirkstoffen. Bei Fleming traf die Kreativität, das misslungene Experiment zu untersuchen, auf die Kompetenz seiner 20 Jahre Forschung.

Fleming hatte seine Ideenfitness trainiert und täglich 44 Fragen gestellt. 44 mal 365 Tage mal 20 Jahre: Das sind 321.200 Fragen bis zur Entdeckung des Antibiotikums. Es dauerte weitere 10 Jahre, bis Penicillin als Medikament auf den Markt kam. 30 Jahre Forschung! Welche Fragen stellen Sie? Was bewegt Sie so sehr, dass Sie 321.200 Fragen stellen? Welcher Frust lässt Sie verzweifelt nach besseren Lösungen suchen?

Ideen rocken

Ideen brauchen himmelhochjauchzende, offene Begeisterung ‚O‘ gepaart mit glasklarer Analyse ‚A‘. Weites Spinnen ‚O‘ + direkte Kritik ‚A‘. Kein Entweder-oder, sondern ein Zusammenspiel. Expertise ‚A‘ und Neugier ‚O‘. Es ist ein permanenter Prozess, ein schwingendes Pendel vom A zum O zum A zum O. Diese schaukelnde Energie bildet den roten Faden durch mein Buch ROCK YOUR IDEA. Die A-Schritte analysieren, fokussieren und setzen um. O-Schritte schaffen Freiräume für Spinner. Ich wünschen uns mehr Experten, die ihr Wissen nutzen, um Grenzen einzureißen.

Denken Sie um Ecken. Lachen Sie. Wundern Sie sich. Wenn Ihre Expertise Sie dazu ermuntert, mehr Fragen zu stellen, dann bin ich gespannt auf Ihre Ideen!

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Blogparade #RockYourIdea. #44Fragen an Ideen-Rocker, Macherinnen und Macher #AllesGehtAnders

Gepostet am 13. September 2016 in 44Fragen, Blog, Hintergrundgeschichten, Ideen, Interview

Blogparade #RockYourIdea. #44Fragen an Ideen-Rocker, Macherinnen und Macher #AllesGehtAnders

„Die Entfernung zwischen Traum und Realität nennt man Aktivität“, sagt Hermann Scherer. Ein einziges Wort: Aktivität. So einfach? Vielleicht gerade deshalb so schwer? Vision klingt so angenehm weit weg. Ist eh unerreichbar. Aber in Gedanken schön! Aktivität klingt nach anpacken, aufstehen, aktivieren und nach Anstrengung. Muss das sein? Wenn Sie Ihre Vision erreichen wollen, ja. Wenn Sie Ihre Idee umsetzen wollen, ja. Ein einziges Wort: Wollen.

Wollen Sie Ihre Vision zum Leben erwecken? Dann werden Sie aktiv. Anders geht es nicht. Niemand sucht für Sie Ideen. Niemand findet für Sie Ideen. Und erst recht setzt niemand Ideen für Sie um. Wollen Sie Aktivität? Sagen Sie jetzt Nein, ist das völlig in Ordnung. Niemand zwingt Sie. Niemand merkt es… außer Ihnen.

Um der Vision näher zu kommen, planen Sie große Schritte oder viele kleine Schritte. Wie es zu Ihnen passt! Eine Vision wird machbar, wenn Sie Ziel für Ziel definieren, Stufe um Stufe gehen und Aktivität für Aktivität umsetzen.

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Mit jeder Stufe sind Sie dem Gipfel näher, mit jedem erreichten Ziel haben Sie ein Erfolgserlebnis. Deshalb können viele kleine Ziele Ihre Motivation stärken. Das klingt alles banal. Und das ist es auch. Es gibt keinen Zaubertrank.

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In der Blogparade #44Fragen stelle ich Fragen in den Mittelpunkt. Menschen trainieren ihre FragenFitness.

In dieser Blogparade #RockYourIdea stehen die Antworten im Mittelpunkt von Menschen, die ihre Ideen umsetzen.

  1. David, 18 Jahre, der Macher von GOOD NEWS
  2. Eric, 22 Jahre, der Motor von POWER ON
  3. DU?

Schreibt mir, wenn ihr Lust habt, 44 Fragen zu eurer Idee, Umsetzung und Motivation beantworten.

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44 Fragen zur Vorbereitung einer Gala-Preisverleihung-Event-Moderation

Gepostet am 13. September 2016 in 44Fragen, Blog

44 Fragen zur Vorbereitung einer Gala-Preisverleihung-Event-Moderation

Mit 44 Fragen kann man jedes Thema vertiefen? Wer 44 Fragen stellt, weiß immer mehr, als alle, die eher klassisch 7-9 Fragen stellen. In nur 10 Minuten kommt fast jeder auf 20 bis 30 und teilweise tatsächlich auf über 40 Fragen. Wer mehr fragt, ist besser vorbereitet. Dazu auch meine BLOGPARADE #44Fragen.

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Die folgenden 44 Fragen stelle ich aus der Sicht eines externen Moderators. Nehmen wir an, eine Stiftung, Firma oder ein Verband engagiert Sie für ein Event, konkret eine Gala-Preisverleihung in einem noblen Hotel. Wie bereiten Sie die Moderation vor? Was wissen Sie über den Veranstalter und dessen Ziele?

Ich habe es schon erlebt, dass der Hauptfokus einer Gala auf den Fotos lag und vor allem viele Fotos aller Preisträger mit Juroren und Laudatoren geknipst wurden. Andere haben hunderte Nominierte, die alle genannt werden müssen. Wieder andere stellen fünf Preisträger ins Rampenlicht. Und wieder andere die eigenen Aktivitäten als Firma oder Stiftung. Alles legitim, der Moderator muss es nur wissen.

44 Fragen des Moderators an den Veranstalter:

  1. Wann war die Veranstaltung – rückblickend – für Sie ein Erfolg?
  2. Ziel des Veranstalters? Spezifisch. Messbar. Konkret.
  3. Welches Wort passt: Show? Provotainment? Infotainment? Entertainment? ….?
  4. Warum Preise für Journalisten?
  5. Deutschsprachig? Englischsprachig? Spanisch?
  6. Wie viele Gäste im Saal?
  7. Wer sind die Gäste? Kunden? Öffentlich beworben?
  8. Wer kommt auf die Bühne?
    1. Geschäftsleitung des Veranstalters?
    2. Juroren?
    3. Moderator?
    4. Preisträger?
    5. Wer noch?
  9. Wer redet auf der Bühne?
    1. Geschäftsleitung des Veranstalters?
    2. Juroren?
    3. Moderator?
    4. Preisträger?
    5. Wer noch?
  10. Wer übergibt die Preise?
  11. Wie viele Preise?
  12. Wie viele Preisträger/Teams?
  13. Wie viele Bewerber gab es für die Preise? Sind die Gewinner 1 von 3 oder 1 von 100?
  14. Gab es Bewerber oder hat der Veranstalter recherchiert und nominiert?
  15. Stehen Preisträger in Beziehung zum Veranstalter?
  16. Kommen Presse-/Medienvertreter?
  17. Welche Rolle spielen Fotos der Preisträger bei der Preisverleihung?
  18. Welche Rolle spielen Fotos der Preisträger und Juroren auf der Bühne?
  19. Welche Rolle spielen Fotos der Preisträger, Juroren und Geschäftsleitung des Veranstalters auf der Bühne?
  20. Wer muss am Anfang begrüßt werden?
  21. In welcher Reihenfolge? LISTE!
  22. Wer schreibt die Texte?
  23. Wer hält Laudatio? (Namen, Telefonnummer)
  24. Wie viele Male eine Laudatio?
  25. Wer macht die Regie? (Namen, Telefonnummer)
  26. Wer macht die Choreografie? (Namen, Telefonnummer)
  27. Wer gibt die Einsätze auf der Bühne? (Namen, Telefonnummer)
  28. Wer achtet auf den Zeitplan? (Namen, Telefonnummer)
  29. Größe der Bühne? Plan vom Saal?
  30. Wo stehen Pokale/Preise? Gibt es Preise?
  31. Musik? Welche? Wer wählt aus? Wer sorgt für die Musik?
  32. Stimmung festlich? Pompös? Sachlich?
  33. Farben? Auf der Bühne? Im Saal?
  34. Deko der Bühne? Blumen? Aufsteller? Bilder?
  35. Dresscode der Gäste?
  36. Wer recherchiert die Stories zu den Preisträgern?
  37. Gibt es Einspieler/Videos?
  38. Wenn Videos, zeitliche Länge?
  39. Wird der Veranstalter vorgestellt? Wie? Film?
  40. Fördert der Veranstalter die Preisträger auch nach der Preisverleihung?
  41. Was darf an dem Abend nicht schief gehen? No Gos?
  42. Wird die Veranstaltung wiederholt/ jährlich durchgeführt?
  43. Anliegen des Veranstalters? Entertainment? Provotainment? Skandal?
  44. Woran erkennt der Veranstalter, dass die Veranstaltung ein Erfolg war?

Wenn diese Fragen beantwortet sind, kann man sich gezielt auf die Veranstaltung vorbereiten.

Wer das nicht weiß, hängt in der Luft. Wie viel muss das Moderator reden? Viel? Wenig? Ein Satz pro Überleitung? Oder etliche Male eine Laudatio?

VIEL ERFOLG für alle Beteiligten.

Welche Fragen stellt ihr vor Veranstaltungen?

MartinGaedt44

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